
Was wir tun – und wie.
Ergotherapie heißt bei uns: den Alltag üben, nicht nur über ihn reden. Alle Angebote lassen sich kombinieren und werden nach dem Anamnesegespräch individuell zusammengestellt – einzeln und in der Gruppe. In der Gruppe üben Sie das, was im Alltag schwer ist, mit anderen, denen es ähnlich geht. Gruppenplätze sind oft schneller frei als wöchentliche Einzeltermine.

Ein Anliegen, ein Plan, ein Ziel.
In der Einzeltherapie stehen Sie und Ihr Anliegen im Mittelpunkt. Gemeinsam schauen wir auf Stärken und Schwierigkeiten, erarbeiten Ziele aus dem Assessment (COPM, COSA, bei Kindern das Foto-Interview) und üben Strategien, die im Alltag halten. Für jedes Ziel gibt es eine feste Therapeutin – bei uns haben die Therapeutinnen Schwerpunkte, und in den wöchentlichen Teambesprechungen tauschen wir uns über jede Therapie aus. Davon profitiert die Behandlung.
Für sich einstehen, ohne über andere zu gehen.
Nach dem Gruppentraining sozialer Kompetenzen: Rollenspiele, Feedback, Situationen aus dem echten Leben. Kinder üben, wie man fragt, ob man mitspielen darf, und wie man Nein sagt. Jugendliche und Erwachsene klären Konflikte, formulieren Bedürfnisse und unterscheiden sicheres, unsicheres und aggressives Verhalten.


Gefühle erkennen, aushalten, steuern.
Edukation, Skilltraining und Regulationstechniken: Was passiert bei Wut, Angst, Leere – und was hilft dann konkret? Im EKT bauen wir einen persönlichen Werkzeugkasten auf und üben ihn in der Gruppe, bis er im Alltag greift.
Bewegung trifft Emotion.
In der Psychomotorikgruppe erleben Kinder über Bewegungsspiele, wie Körper, Gefühle und Miteinander zusammenhängen. Körperwahrnehmung, soziale Interaktion und emotionale Selbstregulation werden in einer motivierenden Umgebung gefördert – mit Tuchschaukel, Matten, Balancierbrettern und viel Platz.


Anfangen, dranbleiben, fertig werden.
Aufmerksamkeit halten, Ablenkung aushalten, Aufgaben zu Ende bringen: Konzentrationstraining für Schulkinder mit klarer Struktur, Timer, Bildplan und viel positiver Rückmeldung. Die Eltern bekommen Strategien für zu Hause und die Hausaufgaben mit.
Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Planen – trainierbar.
Symptomorientiertes kognitives Training oder allgemeine Aktivierung: computergestützt, App-basiert oder nach der Stengel-Methode in der Gruppe, im Einzeltraining zum Beispiel nach Verena Schweizer. Für Erwachsene mit Konzentrations- und Gedächtnisproblemen – bei EN1-Verordnung ebenso wie bei allen psychischen Erkrankungen (PS1–PS4), bei denen Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Planen mit betroffen sind.


Zeit zum Durchatmen – klassisch und aktiv.
Klassisch: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, Meditation. Aktiv: Achtsamkeitstraining am Alltag orientiert, meditatives Malen, Flechten oder Bewegen. Ziel: Stress abbauen, zur Ruhe kommen, die Körperwahrnehmung fördern – vor allem in der Gruppe, maximal sechs Teilnehmende.
Den Körper als Träger von Gefühlen verstehen.
Körpertherapie heißt: die bewusste Auseinandersetzung mit dem Körper als Träger von Emotionen, Spannungen, Grenzen, Bedürfnissen und Selbstausdruck. Im Wahrnehmungstraining schärfen wir die Sinne, besonders die Tiefensensibilität – das hilft beim Umgang mit Stress, Anspannung und Reizüberflutung.


Eine Woche, die trägt.
Aufstehen, Mahlzeiten, Termine, Pausen, Schlaf: In der Gruppe planen Erwachsene ihre Woche, bauen Routinen auf und besprechen, was funktioniert hat und was nicht. Alltagsstrukturierung ist nach einem Klinikaufenthalt oft der wichtigste erste Schritt.
Stärken sichtbar machen.
Bewusstmachung von Stärken und Ressourcen, Stärkung des Selbstwertgefühls, Einsatz der eigenen Ressourcen im Alltag zur Bewältigung persönlicher Herausforderungen – einzeln oder in der Ressourcengruppe.


Schrittweise dorthin, wo es schwerfällt.
Bus fahren, einkaufen, ein Amt betreten, vor anderen sprechen: In der Expositionsgruppe bereiten wir Situationen vor, gehen sie begleitet an und werten sie aus. Für Menschen mit Ängsten, Zwängen oder sozialem Rückzug.
Grenzen, Bedürfnisse, gute Routinen.
Für sich sorgen lernen: Was brauche ich, was tut mir gut, wo sage ich Nein? Die Selbstfürsorgegruppe verbindet Edukation, Austausch und konkrete Übungen für Schlaf, Ernährung, Bewegung und Erholung.


Mit den Händen denken.
Handwerkliche und kreativ-malerische Tätigkeiten im Werkraum: Holz, Peddigrohr, Farbe, Modelliermasse. Arbeits- und Handlungsfähigkeiten werden gezielt trainiert – am Alltag und den Therapiezielen orientiert. Und Werktherapie ist immer auch emotionale Arbeit: die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Anspruch, Frust und Gelingen. Anfangen, durchhalten, fertig werden: Selbstwirksamkeit, die man in der Hand hält.
Dort helfen, wo der Alltag stattfindet.
Unterstützung im Alltag durch Umweltanpassung, Umfeldberatung und Bewältigungsstrategien – zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz. Bei Kindern gehören Elterngespräche fest dazu; wenn es hilft, beziehen wir Geschwister und Bezugspersonen ein. Das meinen wir mit familiensystemisch. In Einzelfällen kommen wir zu Ihnen nach Hause, in die Kita oder Schule.

Sechs Dinge, an denen fast jede Therapie bei uns ansetzt.
Gefühle regulieren
Wut, Angst, Leere – erkennen, benennen, aushalten, steuern.
Impulse steuern
Der Moment zwischen Reiz und Reaktion – den machen wir größer.
Alltag strukturieren
Tagesplan, Wochenplan, Pausen. Struktur, die trägt.
Sich selbst wahrnehmen
Körper, Spannung, Bedürfnisse – über Bewegung, Sinne, Entspannung.
Kontakt gestalten
Für sich einstehen, Konflikte klären, in der Gruppe bleiben.
Denken trainieren
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planen – exekutive Funktionen stärken.